Kaufleute für IT-System-Management
IT-Services kaufmännisch betreuen — von der Kundenberatung über Vertragsmanagement bis zum IT-Service.
Der Beruf im Überblick
Kaufleute für IT-System-Management (KISM) betreuen IT-Systeme und IT-Services aus kaufmännischer Perspektive. Sie sind die Schnittstelle zwischen IT-Technik und den Geschäftsbereichen eines Unternehmens oder den Kunden eines IT-Dienstleisters. Im Unterschied zu den technischen IT-Berufen liegt ihr Schwerpunkt auf dem wirtschaftlichen Betrieb und der Vermarktung von IT-Lösungen, nicht auf deren Entwicklung oder tiefgehender technischer Administration.
Typische Tätigkeiten
- Beratung von Kund/-innen zu IT-Systemen, Lizenzen und IT-Services
- Erstellung und Verhandlung von Service-Level-Agreements (SLAs)
- Vertragsmanagement für IT-Beschaffung und IT-Dienstleistungen
- Steuerung und Überwachung von IT-Services nach ITIL-Grundsätzen
- Erstellung von Angeboten, Kalkulationen und Rechnungen für IT-Lösungen
- Koordination von Lieferanten und IT-Dienstleistern
- Marktanalyse und Produktpräsentationen für IT-Systeme
Abgrenzung zu Kaufleuten für Digitalisierungsmanagement
Beide Berufe gehören zur kaufmännischen Säule der IT-Berufe. KISM konzentriert sich auf den laufenden Betrieb von IT-Systemen und -Services: Kundenberatung, Vertragsmanagement, SLAs, ITIL. KDM hingegen steuert Digitalisierungsprojekte und Veränderungsprozesse — Prozessanalyse, Change-Management und die strategische Weiterentwicklung digitaler Strukturen.
Ausbildungsstruktur und Prüfung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Die ersten 18 Monate bilden die gemeinsame Grundstufe mit den Lernfeldern LF 1 bis LF 5. In der Fachstufe kommen kaufmännische und serviceorientierte Lernfelder hinzu, die IT-Servicemanagement, Kundenbeziehungsmanagement und betriebswirtschaftliche Steuerung vertiefen.
AP1 prüft die Grundstufe nach 18 Monaten (Gewichtung: 20 %). AP2 umfasst eine betriebliche Projektarbeit mit Fachgespräch sowie schriftliche Prüfungen in berufs- und fachrichtungsspezifischen Inhalten (Gewichtung: 80 %).
Karrierechancen und Weiterbildung
Typische Einsatzbereiche nach der Ausbildung sind IT-Systemhäuser, IT-Abteilungen von Unternehmen und IT-Dienstleister. Weiterbildungsmöglichkeiten umfassen den IT-Fachwirt (IHK), den IT-Projektleiter (IHK) oder ein Studium der Wirtschaftsinformatik. Mit Erfahrung sind Positionen im IT-Vertrieb, IT-Service-Management oder als IT-Einkäufer/-in erreichbar.
IT-System-Elektroniker/-in
IT-Systeme planen, installieren und warten — Hardware und Software im Griff.
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Kaufleute für Digitalisierungsmanagement
Digitalisierungsprojekte steuern — Schnittstelle zwischen IT und Business.
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Fachinformatiker/-in
Vier Fachrichtungen: AE, SI, Digitale Vernetzung, Daten- und Prozessanalyse.
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