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Glossar

Alle Fachbegriffe von A bis Z — verstaendlich erklaert.

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360 Grad Feedback

Das 360-Grad-Feedback ist eine Methode zur Mitarbeiterbeurteilung, bei der Rückmeldungen aus mehreren Perspektiven eingeholt werden – von Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und ggf. Kunden. Ziel ist ein vollständiges, möglichst objektives Bild der Kompetenzen und des Verhaltens einer Person. Im IT-Umfeld wird es zur Personalentwicklung und zur Verbesserung von Teamkommunikation eingesetzt.

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4L-Retrospektive

Agile Retrospektivmethode mit vier Kategorien: Liked, Learned, Lacked, Longed For. Strukturiert die Teamselbstreflexion nach einem Sprint.

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5G

5G ist der fünfte Mobilfunkstandard und ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 20 Gbit/s bei sehr geringer Latenz (unter 1 ms). Er bildet die technische Grundlage für vernetzte Industrie 4.0-Anwendungen, autonomes Fahren und das Internet of Things (IoT). Für IT-Fachkräfte ist 5G relevant, da es neue Anforderungen an Netzwerkinfrastruktur und -sicherheit stellt.

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80-Plus-Initiative

Die 80-Plus-Initiative ist ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm für Netzteile, das einen Mindestwirkungsgrad von 80 % bei typischer Last vorschreibt. Je nach Zertifizierungsstufe (Basic, Bronze, Silver, Gold, Platinum, Titanium) werden noch höhere Wirkungsgrade gefordert. Für IT-Fachleute ist das Programm relevant bei der Auswahl energieeffizienter Hardware, da ineffiziente Netzteile Betriebskosten erhöhen und unnötige Wärme erzeugen.

A

ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist eine Priorisierungsmethode, die Objekte (z. B. Produkte, Kunden, Lagerbestand) nach ihrer Bedeutung in drei Klassen einteilt: A (sehr wichtig, ca. 70–80 % des Wertes), B (mittelmäßig wichtig) und C (weniger wichtig, aber mengenmäßig groß). Sie basiert auf dem Pareto-Prinzip: Etwa 20 % der Artikel machen 80 % des Gesamtwerts aus. In der IT-Beschaffung hilft sie, Lagerkosten zu senken und Investitionsschwerpunkte zu setzen.

A

abgeleitete Daten

Daten, die durch Berechnung oder Transformation aus Primärdaten entstehen, z. B. Alter aus Geburtsdatum. Werden nicht direkt gespeichert.

A

abhängige Daten

Daten, deren Wert oder Gültigkeit von anderen Daten abhängt. In Datenbanken durch Fremdschlüssel und Normalformen formalisiert.

A

Ablauforganisation

Die Ablauforganisation regelt, in welcher zeitlichen und räumlichen Reihenfolge Arbeitsprozesse in einem Unternehmen ausgeführt werden. Im Gegensatz zur Aufbauorganisation, die Zuständigkeiten und Hierarchien festlegt, beschreibt die Ablauforganisation den konkreten Arbeitsfluss. In der IT ist sie wichtig für die Gestaltung von Workflows, Deployment-Prozessen und IT-Service-Management-Prozessen (z. B. nach ITIL).

A

Abnahmeerklärung

Die Abnahmeerklärung ist ein offizielles Dokument, mit dem ein Auftraggeber bestätigt, dass ein Werk oder eine Leistung vertragsgemäß erbracht wurde und er diese akzeptiert. Im IT-Projektmanagement markiert sie den formellen Abschluss eines Projekts oder einer Projektphase. Sie ist rechtlich relevant, da ab diesem Zeitpunkt die Gewährleistungsfrist beginnt und der Auftragnehmer nicht mehr zur kostenlosen Nachbesserung verpflichtet ist.

A

Abnahmeprotokoll

Ein Abnahmeprotokoll ist ein rechtlich relevantes Dokument, das bei der formalen Übergabe eines IT-Projekts oder Systems erstellt wird. Es hält fest, welche vereinbarten Leistungen erbracht wurden, ob Mängel vorliegen und ob der Auftraggeber das Werk akzeptiert. Mit der Unterzeichnung geht die Verantwortung für das System auf den Auftraggeber über.

A

Abnahmetest

Der Abnahmetest (User Acceptance Test, UAT) ist die letzte Testphase in der Softwareentwicklung, bei der der Auftraggeber oder zukünftige Anwender prüft, ob das System die definierten Anforderungen erfüllt. Er findet vor der offiziellen Abnahme statt und simuliert reale Anwendungsszenarien. Bestehen alle Tests, wird die Abnahme erteilt und das System geht in den Produktivbetrieb über.

A

Abstract Window Toolkit

Älteres Java-Framework (AWT) zur GUI-Erstellung mit plattformeigenen UI-Komponenten. Bildet die Grundlage für das modernere Swing-Framework.

A

abstrakte Klasse

Eine abstrakte Klasse ist in der objektorientierten Programmierung eine Klasse, die nicht direkt instanziiert werden kann und mindestens eine abstrakte Methode ohne Implementierung enthält. Sie dient als Vorlage für abgeleitete Unterklassen, die die abstrakten Methoden konkret implementieren müssen. Abstrakte Klassen ermöglichen eine einheitliche Schnittstelle bei unterschiedlichem Verhalten in den Unterklassen.

A

Abstraktion

Abstraktion ist ein grundlegendes Prinzip der Informatik, bei dem komplexe Details ausgeblendet werden, um eine vereinfachte Sicht auf ein System zu ermöglichen. In der objektorientierten Programmierung werden z. B. Gemeinsamkeiten mehrerer Objekte in einer Klasse zusammengefasst. Abstraktion erhöht die Wiederverwendbarkeit von Code und reduziert Komplexität.

A

Access-Management

Access-Management bezeichnet die Verwaltung von Zugriffsrechten auf IT-Systeme, Anwendungen und Daten. Es stellt sicher, dass nur autorisierte Benutzer auf bestimmte Ressourcen zugreifen können (Prinzip der minimalen Rechtevergabe). Im Kontext der IT-Sicherheit und der DSGVO ist ein funktionierendes Access-Management essenziell für den Schutz sensibler Daten.

A

Access-Point

Ein Access-Point (AP) ist ein Netzwerkgerät, das drahtlosen Endgeräten den Zugang zu einem kabelgebundenen Netzwerk (LAN) oder dem Internet über WLAN ermöglicht. Er fungiert als Vermittler zwischen WLAN-Clients und dem Netzwerk und arbeitet typischerweise nach IEEE 802.11-Standards (WLAN). In Unternehmen werden mehrere Access-Points eingesetzt, um eine flächendeckende Netzwerkversorgung in Büros, Hallen oder auf Geländen sicherzustellen.

A

Accounting

Accounting bezeichnet im IT-Kontext die systematische Erfassung und Protokollierung von Ressourcennutzung durch Benutzer oder Systeme, z. B. Netzwerkzugriffe, Login-Zeiten und übertragene Datenmengen. Es ist Teil des AAA-Sicherheitskonzepts (Authentication, Authorization, Accounting) und dient der Abrechnung, Kapazitätsplanung und Sicherheitsüberwachung. Typische Protokolle für Accounting sind RADIUS und TACACS+.

A

ACD

ACD (Automatic Call Distribution) ist ein System zur automatischen Verteilung eingehender Anrufe auf verfügbare Mitarbeiter in einem Call-Center oder IT-Helpdesk. Es priorisiert und leitet Anrufe anhand von Regeln wie Wartezeit, Agentenverfügbarkeit oder Kundenkategorie weiter. ACD-Systeme verbessern die Effizienz im First-Level-Support und reduzieren Wartezeiten.

A

ACID-Modell

Das ACID-Modell beschreibt vier Eigenschaften, die Datenbanktransaktionen erfüllen müssen: Atomarität, Konsistenz, Isolation und Dauerhaftigkeit. Atomarität bedeutet, dass eine Transaktion entweder vollständig oder gar nicht ausgeführt wird. Das ACID-Modell ist die Grundlage für zuverlässige relationale Datenbanksysteme und relevant für die Entwicklung sicherer Anwendungen.

A

Active Directory (AD)

Das Active Directory (AD) ist ein von Microsoft entwickelter Verzeichnisdienst für Windows-Netzwerke, der Benutzer, Computer, Gruppen und Ressourcen zentral verwaltet. Es ermöglicht Single-Sign-On (SSO), also die Anmeldung mit einem einzigen Konto an allen verbundenen Diensten, sowie die zentrale Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien über Group Policies. In Unternehmensnetzwerken ist das Active Directory das zentrale Werkzeug für Benutzerverwaltung und Zugriffskontrolle.

A

Adaption

Adaption bezeichnet in der IT die Anpassung von Software, Systemen oder Prozessen an veränderte Anforderungen oder Rahmenbedingungen. Im agilen Projektmanagement (z. B. Scrum) ist Adaption ein Kernprinzip: Teams passen ihre Vorgehensweise regelmäßig auf Basis von Feedback und Rückblicken an. Adaption ist damit ein wichtiger Bestandteil kontinuierlicher Verbesserung (Kaizen).

A

adaptives System

System, das sich selbstständig an veränderte Umgebungsbedingungen anpasst, z. B. durch Lernalgorithmen oder Auto-Scaling in der Cloud.

A

Additionsmethode

Die Additionsmethode ist ein Verfahren zur Umrechnung von Zahlen aus einem anderen Zahlensystem (z. B. Binär, Hexadezimal) ins Dezimalsystem. Dabei wird jede Stelle der Zahl mit dem entsprechenden Stellenwert (Basis hoch Position) multipliziert und die Ergebnisse addiert. Beispiel für Binär: 1011₂ = 1×2³ + 0×2² + 1×2¹ + 1×2⁰ = 11₁₀. Sie ist grundlegend für das Verständnis von Zahlensystemen in der IT.

A

ADO

ActiveX Data Objects – Microsoft-Datenzugriffstechnologie für den Datenbankzugriff aus Windows-Anwendungen. Weitgehend durch ADO.NET abgelöst.

A

Adressen im Netzwerk

Im Netzwerk werden verschiedene Adresstypen verwendet, um Geräte eindeutig zu identifizieren und Datenpakete korrekt zuzustellen. Die wichtigsten sind die MAC-Adresse (physische Adresse auf Schicht 2, hardwaregebunden) und die IP-Adresse (logische Adresse auf Schicht 3). Während MAC-Adressen nur im lokalen Netz relevant sind, ermöglichen IP-Adressen die netzwerkübergreifende Kommunikation im Internet.

A

Adressierungsarten

Adressierungsarten beschreiben, wie Datenpakete in einem Netzwerk an einen oder mehrere Empfänger adressiert werden. Die drei grundlegenden Arten sind: Unicast (an genau einen Empfänger), Multicast (an eine definierte Gruppe) und Broadcast (an alle Teilnehmer im Netzwerk). Zusätzlich gibt es Anycast, bei dem das Paket an den nächstgelegenen von mehreren möglichen Empfängern gesendet wird.

A

AES

Advanced Encryption Standard – symmetrisches Blockchiffre-Verfahren mit 128/192/256-Bit-Schlüsseln. Standard für WLAN, VPN und HTTPS.

A

Aftersales

Aftersales bezeichnet alle Maßnahmen und Dienstleistungen, die ein Unternehmen nach dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung anbietet. Dazu gehören Kundensupport, Wartungsverträge, Software-Updates, Schulungen und Kundenbindungsprogramme. In der IT-Branche ist ein gutes Aftersales-Management entscheidend, da Kunden häufig langfristige Unterstützung für ihre IT-Systeme benötigen.

A

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Unternehmen einseitig für viele Vertragsabschlüsse verwendet. Sie regeln unter anderem Lieferbedingungen, Zahlungsmodalitäten, Haftungsausschlüsse und Gewährleistungsrechte. In der IT sind AGB besonders bei Software-Lizenzen, Cloud-Diensten und Wartungsverträgen relevant; Klauseln, die gesetzliche Rechte unangemessen einschränken, können von Gerichten für nichtig erklärt werden.

A

Aggregation

Aggregation ist eine Form der Assoziation in der objektorientierten Modellierung und beschreibt eine "hat-ein"-Beziehung zwischen Klassen, bei der ein Objekt aus anderen Objekten besteht, die aber auch unabhängig existieren können. Im UML-Klassendiagramm wird sie durch eine offene Raute dargestellt. Ein Beispiel ist ein Einkaufswagen, der Produkte enthält – die Produkte existieren auch ohne den Wagen.

A

Agiles Manifests

Das Agile Manifest (2001) ist ein grundlegendes Dokument der agilen Softwareentwicklung, das vier Kernwerte und zwölf Prinzipien definiert. Es priorisiert u. a. funktionierende Software über umfassende Dokumentation und die Zusammenarbeit mit dem Kunden über Vertragsverhandlungen. Es bildet die theoretische Grundlage für Methoden wie Scrum, Kanban und Extreme Programming (XP).

A

agiles Vorgehensmodell

Agile Vorgehensmodelle sind Softwareentwicklungsmethoden, die auf kurzen Entwicklungszyklen (Iterationen), kontinuierlichem Kundenfeedback und flexibler Anpassung an veränderte Anforderungen basieren. Bekannte Vertreter sind Scrum, Kanban und Extreme Programming (XP). Im Gegensatz zum klassischen Wasserfallmodell steht bei agilen Ansätzen die schnelle Lieferung funktionsfähiger Software und die enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber im Vordergrund.

A

AIDA-Modell

Das AIDA-Modell ist ein Kommunikationsmodell aus dem Marketing, das die Phasen einer Kaufentscheidung beschreibt: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung). Im IT-Vertrieb und bei der Vermarktung von Software-Produkten dient es zur Gestaltung von Werbemaßnahmen und Kundenkommunikation. IT-Kaufleute nutzen es bei der Angebotspräsentation und im Kundengespräch.

A

AIDA-Prinzip

Das AIDA-Prinzip ist ein klassisches Kommunikationsmodell aus dem Marketing, das die vier Phasen eines erfolgreichen Kaufentscheidungsprozesses beschreibt: Attention (Aufmerksamkeit erregen), Interest (Interesse wecken), Desire (Verlangen erzeugen) und Action (Handlung auslösen). In der IT wird es z. B. bei der Gestaltung von Produktpräsentationen, Werbekampagnen für Software oder beim Vertrieb von IT-Dienstleistungen angewendet.

A

AI, KI

Künstliche Intelligenz (KI, englisch AI – Artificial Intelligence) bezeichnet die Fähigkeit von Computersystemen, Aufgaben zu lösen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern, wie Spracherkennung, Bildverarbeitung oder Entscheidungsfindung. KI basiert auf Algorithmen, die aus großen Datenmengen lernen (Machine Learning, Deep Learning). In der IT ist KI zunehmend in Bereichen wie Automatisierung, Chatbots, Cybersicherheit und Datenanalyse präsent.

A

Aktivitätsdiagramm

Das Aktivitätsdiagramm ist ein UML-Diagrammtyp zur Darstellung von Abläufen, Prozessen und Workflows. Es zeigt die Reihenfolge von Aktivitäten, Verzweigungen (Entscheidungen) und parallele Abläufe in einem System oder Geschäftsprozess. In der Softwareentwicklung wird es zur Modellierung von Algorithmen und Geschäftsprozessen eingesetzt.

A

Aktoren

Aktoren (auch Aktuatoren) sind technische Bauteile, die elektrische Steuersignale in physikalische Aktionen umwandeln. Sie bilden das Gegenstück zu Sensoren: Während Sensoren die Umgebung erfassen, greifen Aktoren in sie ein – z. B. Motoren, Magnetventile, Heizungen oder Lautsprecher. In der IT und Automatisierungstechnik (IoT, Robotik, Industrie 4.0) sind Aktoren die ausführenden Elemente von Steuerungssystemen.

A

Aktorik

Aktorik bezeichnet die Gesamtheit der Aktoren in einem technischen System – also Komponenten, die Steuersignale in physikalische Aktionen umwandeln, z. B. Motoren, Ventile oder Displays. Im Gegensatz zur Sensorik (Erfassung von Umgebungsdaten) ist die Aktorik für die Ausgabe und Steuerung zuständig. Aktorik ist besonders in der Automatisierungstechnik, Robotik und im IoT-Bereich relevant.

A

Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine eindeutige, endliche Folge von Anweisungen zur Lösung eines Problems oder zur Durchführung einer Aufgabe. Er muss terminieren (zu einem Ende kommen), korrekt sein und für alle gültigen Eingaben ein definiertes Ergebnis liefern. Algorithmen sind die Grundlage jeder Software; bekannte Beispiele sind Sortieralgorithmen (Bubblesort, Quicksort) oder Suchalgorithmen (binäre Suche).

A

Alphatest

Der Alphatest ist die erste Phase der Softwaretests, bei der die Software in der Entwicklungsumgebung vom Entwicklungsteam selbst oder einer internen Testgruppe geprüft wird. Ziel ist es, grundlegende Fehler und Funktionsprobleme zu finden, bevor externe Benutzer die Software testen. Nach dem Alphatest folgt in der Regel der Betatest mit einer externen Benutzergruppe.

A

Amortisation

Amortisation beschreibt den Zeitraum, in dem eine Investition durch erzielte Gewinne oder Einsparungen vollständig zurückgezahlt wird. In IT-Projekten wird die Amortisationszeit genutzt, um die Wirtschaftlichkeit von Hardware-, Software- oder Infrastrukturinvestitionen zu bewerten. Je kürzer die Amortisationszeit, desto wirtschaftlicher gilt eine Investition.

A

Amortisationsdauer

Zeitraum, bis eine Investition durch Einsparungen oder Erträge vollständig zurückgewonnen wurde. Wichtiges Kriterium bei IT-Investitionsentscheidungen.

A

analoge Daten

Analoge Daten sind Informationen, die als kontinuierliche, stufenlose Signale vorliegen, zum Beispiel Temperatur, Schallwellen oder elektrische Spannung. Im Gegensatz zu digitalen Daten kennen analoge Signale keine diskreten Stufen, sondern nehmen jeden beliebigen Wert innerhalb eines Bereichs an. In der IT müssen analoge Signale durch Analog-Digital-Wandler (ADC) in digitale Daten umgewandelt werden, bevor sie von Computern verarbeitet werden können.

A

Analysierbarkeit

Softwarequalitätsmerkmal (ISO 25010): Grad, in dem ein System für Fehlerdiagnose und Ursachenanalyse leicht verständlich und durchsuchbar ist.

Ä

Änderbarkeit

Änderbarkeit (auch Wartbarkeit oder Modifizierbarkeit) ist ein Qualitätsmerkmal von Software, das beschreibt, wie leicht Anpassungen, Korrekturen und Erweiterungen vorgenommen werden können. Eine hohe Änderbarkeit wird durch saubere Codestruktur, Modularisierung, ausreichende Dokumentation und geringe Kopplung zwischen Komponenten erreicht. Sie ist nach ISO/IEC 25010 ein zentrales Kriterium der Softwarequalität.

Ä

Änderungsanomalie

Eine Änderungsanomalie (Update-Anomalie) tritt in einer Datenbank auf, wenn eine Information redundant gespeichert ist und bei einer Änderung nicht alle Vorkommen aktualisiert werden. Das führt zu inkonsistenten Daten, also widersprüchlichen Informationen in derselben Datenbank. Sie ist ein typisches Problem bei nicht normalisierten Datenbanken und wird durch konsequente Normalisierung (1NF bis 3NF) vermieden.

A

Anforderung

Beschreibung einer Eigenschaft, die ein System erfüllen muss. Unterschieden in funktionale (was?) und nicht-funktionale Anforderungen (wie?).

A

Anforderungen

Anforderungen beschreiben, was ein System leisten soll (funktionale Anforderungen) und welche Qualitätsmerkmale es erfüllen muss (nicht-funktionale Anforderungen wie Performance, Sicherheit oder Zuverlässigkeit). Sie bilden die Grundlage für Entwicklung, Test und Abnahme von IT-Projekten. Eine klare, vollständige und widerspruchsfreie Anforderungserhebung ist entscheidend für den Projekterfolg.

A

Anforderungsanalyse

Die Anforderungsanalyse ist der Prozess der systematischen Ermittlung, Dokumentation und Priorisierung der Anforderungen an ein IT-System. Sie bildet die erste Phase in Entwicklungsprojekten und umfasst Methoden wie Interviews, Workshops, Fragebögen und Prototyping. Das Ergebnis ist ein Anforderungsdokument (z. B. Pflichtenheft oder User Stories), das die Grundlage für Design und Implementierung bildet.

A

Anforderungskatalog

Ein Anforderungskatalog ist ein strukturiertes Dokument, das alle funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an ein IT-System oder eine Software beschreibt. Er wird in der Anforderungsanalyse erstellt und dient als verbindliche Grundlage für Entwicklung, Test und Abnahme. Ein vollständiger Anforderungskatalog ist Voraussetzung für ein erfolgreiches IT-Projekt.