Glossar — T

UI-Element zur Unterteilung einer Oberfläche in wählbare Bereiche; auch Tabulatorzeichen zur Textausrichtung in Editoren.

Eine Tabelle ist eine strukturierte Darstellung von Daten in Zeilen und Spalten. In Datenbanken ist die Tabelle die grundlegende Speichereinheit, in der zusammengehörige Datensätze organisiert werden. Jede Zeile repräsentiert einen Datensatz (Record), jede Spalte ein Attribut (Feld). SQL-Befehle wie SELECT, INSERT, UPDATE und DELETE operieren auf Tabellen.

Software (z. B. Excel, LibreOffice Calc) zur Erfassung, Berechnung und Darstellung von Daten in Zeilen- und Spaltenstruktur.

Ein Tablet ist ein flaches, tragbares Gerät mit Touchscreen, das zwischen Smartphone und Laptop angesiedelt ist. Tablets werden über den berührungsempfindlichen Bildschirm bedient und verfügen über integrierte WLAN- und oft auch Mobilfunk-Verbindung. Typische Einsatzbereiche sind die Präsentation von Inhalten, mobiles Arbeiten und die Nutzung als Point-of-Sale-Terminal. Die gängigen Betriebssysteme sind iOS (Apple iPad) und Android.

Die Taktfrequenz gibt an, wie viele Operationen ein Prozessor pro Sekunde ausführen kann, und wird in Hertz (Hz) gemessen – moderne CPUs arbeiten im Gigahertz-Bereich (GHz). Ein Taktzyklus ist die kleinste zeitliche Einheit, in der der Prozessor eine elementare Operation durchführt. Ein höherer Takt bedeutet in der Regel mehr Rechenleistung, ist aber nicht allein ausschlaggebend – auch Architektur und Anzahl der Kerne spielen eine Rolle. Übertakten (Overclocking) erhöht die Taktfrequenz über den Herstellerwert hinaus, erhöht aber auch Wärmeentwicklung und Energieverbrauch.

Ein Tarifvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden (oder einzelnen Arbeitgebern), die Mindestbedingungen für Arbeitsverhältnisse festlegt. Er regelt typischerweise Lohn- und Gehaltshöhen, Arbeitszeiten, Urlaubsansprüche und Kündigungsfristen. Tarifverträge gelten unmittelbar und zwingend für alle Mitglieder der beteiligten Parteien. Arbeitnehmer können durch individual- oder betriebliche Vereinbarungen bessergestellt, aber nicht schlechtergestellt werden als im Tarifvertrag vorgesehen.

Visuelles Werkzeug (z. B. Kanban-Board), das Aufgaben in Spalten wie „Offen", „In Arbeit" und „Erledigt" darstellt und den Arbeitsstand transparent macht.

Die Tastatur ist das wichtigste Eingabegerät für Text und Befehle am Computer. Das verbreitetste Layout im deutschsprachigen Raum ist QWERTZ, benannt nach den ersten Buchstaben der obersten Buchstabenreihe. Tastaturen werden über verschiedene Schnittstellen angeschlossen: USB (kabelgebunden), Bluetooth oder USB-Dongle (kabellos). Neben Buchstaben- und Zifferntasten verfügen Tastaturen über Funktionstasten (F1–F12), Steuertasten (Strg, Alt, Entf) und je nach Bauart über einen Nummernblock.

TCL (Transaction Control Language) ist eine Unterkategorie von SQL und umfasst Befehle zur Steuerung von Datenbanktransaktionen. Mit COMMIT werden alle Änderungen einer Transaktion dauerhaft gespeichert, mit ROLLBACK werden sie rückgängig gemacht. SAVEPOINT setzt einen Zwischenspeicherpunkt, zu dem mit ROLLBACK TO SAVEPOINT zurückgekehrt werden kann. TCL gewährleistet die Datenkonsistenz nach dem ACID-Prinzip.

TCO (Total Cost of Ownership, Gesamtbetriebskosten) bezeichnet alle Kosten, die mit dem Erwerb und Betrieb eines IT-Systems über seinen gesamten Lebenszyklus anfallen. Neben den Anschaffungskosten umfasst TCO laufende Kosten wie Wartung, Support, Energie, Schulungen und Ausfallzeiten. Die TCO-Analyse wird eingesetzt, um verschiedene IT-Lösungen (z. B. Kauf vs. Miete, On-Premises vs. Cloud) wirtschaftlich zu vergleichen. Oft übersteigen die Betriebskosten die Anschaffungskosten erheblich.

TCP (Transmission Control Protocol) ist ein verbindungsorientiertes Transportprotokoll, das eine zuverlässige, geordnete und fehlergeprüfte Datenübertragung zwischen zwei Endpunkten garantiert. Vor der eigentlichen Datenübertragung wird eine Verbindung durch den Drei-Wege-Handshake (SYN, SYN-ACK, ACK) aufgebaut. Verlorene Pakete werden automatisch neu angefordert (Retransmission). TCP wird von Anwendungen genutzt, bei denen Vollständigkeit wichtiger ist als Geschwindigkeit, z. B. HTTP, FTP und E-Mail.

TCP/IP ist die grundlegende Protokollsuite des Internets und moderner Netzwerke, benannt nach den zwei zentralen Protokollen TCP und IP. Das Protokollpaket definiert, wie Daten in Pakete aufgeteilt, adressiert, übertragen, weitergeleitet und empfangen werden. TCP sorgt für zuverlässige Übertragung, IP übernimmt die Adressierung und das Routing der Pakete. TCP/IP bildet die Basis aller Internetdienste wie HTTP, SMTP und FTP.

Das TCP/IP-Modell (auch DoD-Modell) ist ein vierschichtiges Referenzmodell für Netzwerkkommunikation: Netzzugangsschicht, Internetschicht, Transportschicht und Anwendungsschicht. Es ist die praktische Grundlage des Internets und eine vereinfachte Alternative zum siebenschichtigen OSI-Modell. Jede Schicht erfüllt klar definierte Aufgaben und kommuniziert nur mit den direkt benachbarten Schichten. Bekannte Protokolle ordnen sich den Schichten zu, z. B. Ethernet (Netzzugang), IP (Internet), TCP/UDP (Transport) und HTTP (Anwendung).

Zeitverzögerung bei TCP-Verbindungen, verursacht durch Handshake-Aufwand, Paketverluste oder Netzwerklast; beeinflusst die Performance von Anwendungen.

Verbindungsorientiertes Transportprotokoll (OSI-Schicht 4), das eine zuverlässige, geordnete und fehlergesicherte Datenübertragung mittels Three-Way-Handshake gewährleistet.

Verlust von TCP-Datenpaketen durch Netzwerküberlastung oder schlechte Verbindung; TCP erkennt dies und überträgt betroffene Pakete automatisch erneut.

Topological Data Analysis: mathematisches Verfahren zur Analyse der Form und Struktur komplexer Datensätze mittels Topologie.

TDP (Thermal Design Power) gibt die maximale Verlustleistung eines Prozessors in Watt an, die das Kühlsystem abführen können muss. Hersteller nutzen TDP als Planungsgröße für die Dimensionierung von Kühllösungen und Netzteilen. Ein hoher TDP-Wert weist auf einen leistungsstarken, aber energiehungrigen Prozessor hin, während ein niedriger TDP für stromsparende Mobile-CPUs typisch ist. TDP entspricht nicht immer dem tatsächlichen maximalen Energieverbrauch unter Volllast.

Webbasiertes Google-Tool, mit dem auch Einsteiger ohne Programmierkenntnisse eigene KI-Klassifikationsmodelle trainieren können.

Teamarbeit bezeichnet die zielorientierte Zusammenarbeit mehrerer Personen, die gemeinsam Aufgaben lösen und Verantwortung teilen. Erfolgreiche Teamarbeit setzt klare Rollen, offene Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen voraus. In IT-Projekten arbeiten Teams oft nach agilen Methoden wie Scrum oder Kanban, um flexibel auf Änderungen reagieren zu können. Teamarbeit fördert Kreativität und ermöglicht die Bearbeitung komplexer Aufgaben, die Einzelpersonen überfordern würden.

Teamentwicklung beschreibt den Prozess, durch den eine Gruppe von Einzelpersonen zu einem leistungsfähigen Team zusammenwächst. Das bekannteste Modell ist das Phasenmodell nach Bruce Tuckman mit den Stufen Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning. In der Forming-Phase lernen sich die Teammitglieder kennen, in der Storming-Phase entstehen Konflikte, die in der Norming-Phase gelöst werden. Gezielte Maßnahmen wie Teambuilding-Events oder Retrospektiven beschleunigen diesen Prozess.

Gefahr negativer Auswirkungen durch Technologieveralterung, Kompatibilitätsprobleme oder Sicherheitslücken in einem IT-Projekt.

Untergeordneter Arbeitsschritt innerhalb einer größeren Aufgabe, der zur schrittweisen Zielerreichung im Projektmanagement beiträgt.

Die Teilzeitausbildung ermöglicht es, eine Berufsausbildung mit reduzierter wöchentlicher Arbeitszeit zu absolvieren. Laut § 7a BBiG kann die Ausbildungszeit auf Antrag auf bis zu 50 % der regulären Zeit reduziert werden, was zu einer verlängerten Gesamtausbildungsdauer führt. Teilzeitausbildung ist besonders für Auszubildende mit Kinderbetreuungspflichten, pflegebedürftigen Angehörigen oder gesundheitlichen Einschränkungen gedacht. Die schulische Berufsausbildung bleibt davon weitgehend unberührt.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) regelt die Bedingungen für Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge in Deutschland. Es gibt Arbeitnehmern das Recht, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, sofern keine dringenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. Befristete Arbeitsverträge sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig – entweder mit sachlichem Grund oder als sachgrundlose Befristung für maximal zwei Jahre. Das Gesetz dient dem Schutz von Arbeitnehmern vor willkürlicher Befristung und der Förderung von Teilzeitbeschäftigung.

Kombination aus Telekommunikation und Informatik zur Fernübertragung von Daten, eingesetzt z. B. in Flottenmanagement, GPS-Tracking und Gesundheitssystemen.

Das Telemediengesetz (TMG) regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für elektronische Informations- und Kommunikationsdienste in Deutschland, also vor allem für Websites und Online-Dienste. Es legt Impressumspflichten fest, nach denen Anbieter Telemedien klare Anbieterkennzeichnung veröffentlichen müssen. Das TMG enthält außerdem Regelungen zur Haftung von Diensteanbietern und zum Datenschutz. Seit der DSGVO gilt das TMG nur noch ergänzend; Teile wurden durch das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) abgelöst.

Mehrdimensionales mathematisches Array, das in KI-Frameworks wie TensorFlow als grundlegende Datenstruktur für Modelle genutzt wird.

Open-Source-Framework von Google zur Entwicklung und zum Training von Machine-Learning- und Deep-Learning-Modellen.

Die Tertiärverkabelung (auch Etagenverkabelung oder horizontale Verkabelung) verbindet innerhalb eines Stockwerks die Etagenverteiler mit den Anschlussdosen am Arbeitsplatz. Sie stellt die letzte Stufe in der strukturierten Gebäudeverkabelung dar, die aus Primär- (Standort), Sekundär- (Gebäude) und Tertiärverkabelung besteht. Als Übertragungsmedium werden überwiegend Twisted-Pair-Kabel (Cat 6a oder höher) oder Glasfaserkabel eingesetzt. Die maximale Länge eines Segments beträgt gemäß EN 50173 typischerweise 90 Meter (plus 10 m Patchkabel).

Metrik, die angibt, welcher Anteil des Quellcodes durch automatisierte Tests abgedeckt wird; höhere Abdeckung bedeutet weniger Restrisiko.

Der Testabschluss ist die letzte Phase des Testprozesses, in der alle Testaktivitäten formell beendet werden. Es wird geprüft, ob alle geplanten Tests durchgeführt wurden und ob die Abbruchkriterien erfüllt sind. Zum Testabschluss gehören die Erstellung eines abschließenden Testberichts, die Archivierung der Testergebnisse und die Auswertung von Lessons Learned für zukünftige Projekte. Außerdem werden Testumgebungen abgebaut und Ressourcen freigegeben.

Testarten kategorisieren Software-Tests nach ihrem Prüfziel. Funktionale Tests prüfen, ob eine Software die spezifizierten Anforderungen erfüllt; nicht-funktionale Tests prüfen Qualitätsmerkmale wie Performance, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Strukturtests (White-Box) analysieren den internen Code, während Black-Box-Tests ausschließlich das äußere Verhalten ohne Kenntnis des Quellcodes prüfen. Weitere wichtige Testarten sind Regressionstests (Prüfung nach Änderungen) und Abnahmetests (Prüfung durch den Kunden).

Die Testauswertung analysiert die Ergebnisse aller durchgeführten Tests und bewertet den Qualitätsstand der Software. Es wird verglichen, ob das tatsächliche Verhalten (Ist-Ergebnis) mit dem erwarteten Verhalten (Soll-Ergebnis) übereinstimmt. Abweichungen werden als Fehler (Defekte) dokumentiert und nach Schweregrad klassifiziert. Die Testauswertung bildet die Grundlage für die Entscheidung, ob das Produkt freigegeben oder nachgebessert werden soll.

Qualitätsmerkmal (ISO 25010): Grad, in dem eine Software effizient und vollständig getestet werden kann.

Ein Testbericht (Test Summary Report) fasst alle Ergebnisse und Aktivitäten einer Testphase zusammen. Er enthält Angaben über den Testumfang, die Anzahl ausgeführter und bestandener Tests, gefundene und behobene Fehler sowie eine Bewertung des Qualitätsstands. Der Testbericht richtet sich an das Projektmanagement und den Kunden und dient als Entscheidungsgrundlage für die Freigabe oder weitere Testiterationen. Er ist ein Pflichtbestandteil professioneller Softwareentwicklungsprojekte.

Werkzeug zur automatischen Erzeugung synthetischer Testdaten, die realistische Eingaben simulieren, ohne echte (datenschutzsensible) Kundendaten zu verwenden.

Testdokumentation umfasst alle schriftlichen Aufzeichnungen, die im Rahmen des Testprozesses erstellt werden, von der Planung bis zum Abschluss. Dazu gehören Testpläne, Testspezifikationen, Testprotokolle, Fehlerberichte und der abschließende Testbericht. Eine vollständige Testdokumentation ermöglicht die Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit von Tests sowie die Auditierung durch externe Stellen. Normen wie ISO/IEC 29119 definieren international anerkannte Standards für die Testdokumentation.

Die Testdurchführung ist die Phase im Testprozess, in der die geplanten Testfälle tatsächlich ausgeführt werden. Dabei werden Testergebnisse erfasst, mit den erwarteten Ergebnissen verglichen und Abweichungen als Fehler dokumentiert. Tests können manuell durch Tester oder automatisiert durch Testwerkzeuge durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass die Testumgebung eingerichtet und die Testdaten vorbereitet sind.

Testen ist der systematische Prozess der Ausführung eines Programms oder Systems mit dem Ziel, Fehler zu finden und die Qualität zu bewerten. Nach IEEE-Definition ist Testen die Überprüfung, ob ein Softwareprodukt die spezifizierten Anforderungen erfüllt und ob es sich korrekt verhält. Testen kann nicht die Fehlerfreiheit beweisen, aber das Vertrauen in die Qualität erhöhen und bekannte Fehler aufdecken. Wichtige Testprinzipien sind u. a.: frühzeitig testen, erschöpfendes Testen ist unmöglich, Tests müssen sich weiterentwickeln.

Der Testentwurf ist die Phase, in der konkrete Testfälle aus den Testbedingungen abgeleitet werden. Es werden Eingabedaten, erwartete Ergebnisse und Vorbedingungen für jeden Testfall festgelegt. Techniken des Testentwurfs umfassen Äquivalenzklassenbildung, Grenzwertanalyse und Entscheidungstabellentest. Ein gut entworfener Testfall ist reproduzierbar, eindeutig beschrieben und deckt einen bestimmten Aspekt der Anforderungen ab.

Definierte Eingabe mit erwartetem Ergebnis, mit der eine bestimmte Funktion oder Anforderung einer Software systematisch geprüft wird.

Testgetriebene Entwicklung (Test-Driven Development, TDD) ist eine Entwicklungsmethode, bei der Tests vor dem eigentlichen Programmcode geschrieben werden. Der Zyklus lautet: Red (Test schreiben, der fehlschlägt), Green (minimalen Code schreiben, damit der Test besteht), Refactor (Code verbessern ohne Tests zu brechen). TDD führt zu besser getesteter, modularer Software und zwingt Entwickler, Anforderungen klar zu durchdenken. Das Verfahren ist eng mit agilen Methoden und Extreme Programming (XP) verbunden.

Usability-Methode, bei der eine Gruppe repräsentativer Nutzer ein System gemeinsam bewertet und moderiert Feedback gibt.

Die Testplanung ist die erste Phase des Testprozesses und legt Umfang, Ziele, Ressourcen und Zeitplan für alle Testaktivitäten fest. Im Testplan werden Teststrategie, Testziele, Abdeckungskriterien, Einstiegs- und Abbruchkriterien sowie Rollen und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Eine gründliche Testplanung reduziert das Risiko, wichtige Testszenarien zu vergessen. Der Testplan ist ein lebendes Dokument und wird bei Änderungen im Projekt aktualisiert.

Ein Testprotokoll (auch Testlog) ist eine chronologische Aufzeichnung aller relevanten Ereignisse und Ergebnisse während der Testdurchführung. Es dokumentiert, welche Tests wann und von wem durchgeführt wurden, welche Ergebnisse erzielt wurden und welche Fehler aufgetreten sind. Das Testprotokoll dient als Nachweis der Testaktivitäten und ermöglicht die spätere Nachvollziehbarkeit. Es ist Bestandteil der vollständigen Testdokumentation.

Der Testprozess beschreibt den strukturierten Ablauf aller Testaktivitäten von der Planung bis zum Abschluss. Er gliedert sich typischerweise in die Phasen: Testplanung, Testentwurf, Testvorbereitung, Testdurchführung, Testauswertung und Testabschluss. Ein definierter Testprozess stellt sicher, dass Tests systematisch, reproduzierbar und nachvollziehbar durchgeführt werden. Internationale Standards wie ISO/IEC 29119 definieren einen generischen Testprozess.

Eine Testspezifikation (auch Testfallspezifikation) beschreibt detailliert die durchzuführenden Testfälle, Testschritte und erwarteten Ergebnisse. Sie enthält Angaben zu Vorbedingungen, Eingabedaten, auszuführenden Schritten und dem erwarteten Systemverhalten. Testspezifikationen bilden die Grundlage für eine reproduzierbare und objektive Testdurchführung. Sie werden aus den Anforderungsdokumenten oder Use Cases abgeleitet.

Hierarchische Testebene (Unit-, Integrations-, System- oder Abnahmetest), die einen bestimmten Prüfbereich und Abstraktionsgrad abdeckt.

Teststufen ordnen Tests nach ihrem Umfang und ihrer Position im Entwicklungsprozess. Die klassischen Teststufen sind: Komponententest (Unit Test, einzelne Programmeinheit), Integrationstest (Zusammenspiel mehrerer Komponenten), Systemtest (das gesamte System) und Abnahmetest (Abnahme durch den Kunden). Jede Teststufe hat eigene Testziele, Einstiegs- und Abbruchkriterien. Das V-Modell zeigt die Korrespondenz zwischen Teststufen und Entwicklungsphasen.

Methode zur Softwareprüfung, z. B. Blackbox-, Whitebox- oder explorativer Test, je nach Prüfziel und verfügbarem Wissen.

Die Testvorbereitung umfasst alle Aktivitäten, die vor der eigentlichen Testdurchführung notwendig sind. Dazu gehören die Einrichtung der Testumgebung, die Beschaffung und Aufbereitung der Testdaten sowie die Installation der zu testenden Software in der definierten Version. Außerdem werden Testwerkzeuge konfiguriert und die Einstiegskriterien überprüft, um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen für die Testdurchführung erfüllt sind. Eine sorgfältige Testvorbereitung verhindert Unterbrechungen während der Testdurchführung.

UI-Eingabefeld, in das Benutzer Text eingeben können; grundlegendes Element in Formularen, realisiert z. B. als HTML-Input oder Textarea.

Unstrukturierte Daten in Textform (z. B. E-Mails, Dokumente), die häufig mit NLP-Methoden verarbeitet und analysiert werden.

Ein Texteditor ist ein Programm zur Bearbeitung von reinem Text ohne Formatierungen. Im Gegensatz zu Textverarbeitungsprogrammen (z. B. Word) speichern Texteditoren Dateien ohne proprietäre Formatierungsinformationen. Für Programmierer sind Texteditoren mit Syntax-Highlighting, Code-Vervollständigung und Versionskontrollintegration essenziell – bekannte Beispiele sind VS Code, Sublime Text und Vim. Texteditoren werden zur Erstellung von Quellcode, Konfigurationsdateien und Skripten eingesetzt.

Das Textformat legt fest, wie Textdaten strukturiert und kodiert gespeichert werden. Textformate wie TXT, CSV, JSON, XML oder Markdown speichern Daten als lesbaren Klartext, während Binärformate Daten in maschinenlesbarer Form ablegen. Textformate sind plattformunabhängig und können mit jedem Texteditor geöffnet werden; sie eignen sich besonders für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen. Die Zeichenkodierung (z. B. UTF-8) bestimmt, wie Zeichen im Textformat repräsentiert werden.

KI-Modell, das auf Textdaten trainiert wurde und Aufgaben wie Übersetzung, Zusammenfassung oder Textgenerierung ausführt.

Ein Text-Stream ist ein sequenzieller Datenstrom, der Zeichen als fortlaufende Folge überträgt oder verarbeitet, typischerweise zeilenweise getrennt durch Zeilenumbrüche. In Unix/Linux-Systemen werden Standard-Streams (stdin, stdout, stderr) als Text-Streams realisiert. Durch Pipelines können Text-Streams von einem Programm zum nächsten weitergeleitet und dabei gefiltert oder transformiert werden. Auch in der Programmierung bezeichnet Stream-Verarbeitung das schrittweise Lesen und Verarbeiten von Textdaten ohne vollständiges Laden in den Speicher.

System, das geschriebenen Text in gesprochene Sprache umwandelt; eingesetzt in Sprachassistenten und Barrierefreiheitslösungen.

Textbasierte Benutzeroberfläche ohne grafische Elemente, die über Tastatureingaben gesteuert wird (z. B. Kommandozeile, Terminal).

KI-Modell, das aus einer Textbeschreibung automatisch passende Bilder generiert (z. B. DALL-E, Stable Diffusion, Midjourney).

Ein Thin Client ist ein einfaches Endgerät, das kaum eigene Rechenleistung besitzt und alle rechenintensiven Aufgaben an einen zentralen Server auslagert. Im Gegensatz zum Fat Client (vollständiger PC) läuft auf einem Thin Client nur ein Betriebssystem-Grundgerüst und ein Verbindungsclient (z. B. RDP oder VDI-Client). Vorteile sind geringer Wartungsaufwand, niedrige Anschaffungskosten und zentralisiertes Management; Nachteile sind die Abhängigkeit von der Netzwerkverbindung und dem Server. Thin Clients werden häufig in Unternehmen mit standardisierten Arbeitsplätzen eingesetzt.

Thunderbolt ist eine Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle, die von Intel und Apple entwickelt wurde und Datenübertragung, Videoübertragung und Stromversorgung über einen einzigen Anschluss kombiniert. Thunderbolt 4 und 5 nutzen den physischen USB-C-Stecker, bieten aber deutlich höhere Bandbreiten (bis zu 40 Gbit/s bzw. 120 Gbit/s). Über Thunderbolt können externe GPUs, Monitore, Netzwerke und Speichergeräte mit minimalem Kabelbedarf angeschlossen werden. Die Technologie eignet sich besonders für professionelle Anwendungen wie Video-Editing und High-Performance-Computing.

Strukturierter Prozess der Annahme, Priorisierung, Bearbeitung und Lösung von Supportanfragen innerhalb eines Ticketsystems nach definierten Prozessen.

Software zur Erfassung, Verwaltung und Nachverfolgung von IT-Supportanfragen und Störungen; Grundlage für Incident und Request Management (z. B. Jira, OTRS).

Standard-GUI-Bibliothek für Python (in der Standardinstallation enthalten), mit der einfache grafische Benutzeroberflächen für Desktop-Anwendungen erstellt werden.

TLS (Transport Layer Security) ist ein kryptografisches Protokoll, das sichere Kommunikation über Netzwerke gewährleistet und der Nachfolger von SSL ist. TLS verschlüsselt die Datenübertragung und authentifiziert die Kommunikationspartner mithilfe von digitalen Zertifikaten. Es wird u. a. für HTTPS (sichere Webseiten), E-Mail-Verschlüsselung (SMTPS, IMAPS) und VPN-Verbindungen eingesetzt. Erkennbar ist eine TLS-gesicherte Webverbindung am „https://" in der URL und dem Schloss-Symbol im Browser.

Netzwerkkomponente, die TLS-verschlüsselte Verbindungen terminiert (SSL-Offloading) und als sichere Schnittstelle zwischen externen Clients und internen Diensten dient.

TOM steht für Technische und Organisatorische Maßnahmen und bezeichnet alle Schutzmaßnahmen, die gemäß Art. 32 DSGVO zum Schutz personenbezogener Daten ergriffen werden müssen. Technische Maßnahmen umfassen z. B. Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und Firewalls; organisatorische Maßnahmen beinhalten Datenschutzrichtlinien, Mitarbeiterschulungen und Zutrittsbeschränkungen. Die getroffenen TOMs müssen dem Stand der Technik entsprechen und regelmäßig überprüft werden. Unternehmen müssen die Angemessenheit der TOMs dokumentieren und nachweisen können.

Die Top-down-Methode ist ein Entwurfsansatz, bei dem ein Problem zunächst auf der abstraktesten Ebene beschrieben und dann schrittweise in immer kleinere, konkretere Teilprobleme zerlegt wird. In der Softwareentwicklung beginnt man mit der Hauptfunktion eines Programms und verfeinert sie iterativ in Unterfunktionen und Module. Das Gegenteil ist die Bottom-up-Methode, bei der zunächst einzelne Bausteine entwickelt und dann zu einem Gesamtsystem zusammengesetzt werden. Top-down fördert eine klare Systemstruktur und erleichtert die frühzeitige Erkennung von Architekturfragen.

Platzhalter in MQTT-Topic-Filtern: „+" für eine Topic-Ebene, „#" für alle weiteren Ebenen; ermöglicht das Abonnieren mehrerer Topics gleichzeitig.

Strukturelle Anordnung von Netzwerkkomponenten und Verbindungen; klassische Typen sind Stern, Bus, Ring und Masche (Mesh), die Ausfallsicherheit und Kosten beeinflussen.

Kreisförmiges Diagramm, das Anteile eines Ganzen als Kreisausschnitte darstellt und prozentuale Verhältnisse visualisiert.

Eingabemethode, bei der Benutzer Geräte durch Berühren des Bildschirms bedienen, ohne Maus oder Tastatur zu verwenden.

TQM (Total Quality Management) ist ein umfassendes Managementkonzept, das die kontinuierliche Verbesserung der Qualität aller Unternehmensaktivitäten anstrebt. Es bezieht alle Mitarbeiter, Prozesse und Bereiche des Unternehmens ein und orientiert sich konsequent an den Anforderungen der Kunden. Kernprinzipien sind Kundenorientierung, Mitarbeitereinbindung, Prozessorientierung und faktenbasierte Entscheidungsfindung. TQM bildet die Grundlage für Qualitätsmanagementsysteme wie ISO 9001.

Traceroute (unter Windows: tracert) ist ein Netzwerkdiagnose-Werkzeug, das den Weg von Datenpaketen vom Quell- zum Zielrechner verfolgt und alle Zwischenstationen (Hops) anzeigt. Es nutzt das TTL-Feld (Time to Live) im IP-Header: Pakete mit TTL=1 erreichen nur den ersten Router, werden dort verworfen, und eine ICMP-Fehlermeldung wird zurückgesendet. So werden Router für Router sichtbar gemacht, inklusive der Antwortzeiten. Traceroute hilft bei der Diagnose von Routingproblemen und der Lokalisierung von Netzwerkengpässen.

Prozess, bei dem ein KI-Modell durch wiederholte Verarbeitung von Trainingsdaten seine Parameter iterativ optimiert.

Lernphase eines ML-Modells, in der es Muster aus Daten erkennt und seine Gewichte durch Optimierungsverfahren anpasst.

Transaction Control Language (TCL) ist die SQL-Unterkategorie zur Steuerung von Datenbanktransaktionen und umfasst die Befehle COMMIT, ROLLBACK und SAVEPOINT. COMMIT beendet eine Transaktion und schreibt alle Änderungen dauerhaft in die Datenbank; ROLLBACK macht alle Änderungen der aktuellen Transaktion rückgängig. SAVEPOINT setzt einen Zwischenpunkt innerhalb einer Transaktion, zu dem gezielt zurückgerollt werden kann. TCL gewährleistet gemeinsam mit den ACID-Eigenschaften die Datenkonsistenz und -integrität.

Datenbankoperation, die mehrere Schritte als atomare Einheit zusammenfasst (ACID); entweder vollständig oder gar nicht ausgeführt.

Transaktionsbereiche (auch Transaktionskontexte) definieren den Umfang und die Grenzen einer Datenbanktransaktion – also welche Operationen zusammen als atomare Einheit behandelt werden. Eine Transaktion beginnt mit BEGIN TRANSACTION und endet mit COMMIT oder ROLLBACK. Innerhalb eines Transaktionsbereichs gilt das ACID-Prinzip: Alle Operationen werden entweder vollständig ausgeführt oder komplett rückgängig gemacht. Das korrekte Festlegen von Transaktionsbereichen ist entscheidend für die Datenkonsistenz bei parallelen Zugriffen.

Transformationsregeln beschreiben, wie ein konzeptionelles Datenbankmodell (z. B. ein Entity-Relationship-Diagramm) in ein relationales Datenbankschema überführt wird. Sie legen fest, wie Entitäten zu Tabellen, Attribute zu Spalten und Beziehungen zu Fremdschlüsseln werden. Zum Beispiel wird eine 1:N-Beziehung durch einen Fremdschlüssel auf der N-Seite abgebildet, während eine M:N-Beziehung eine zusätzliche Verknüpfungstabelle erfordert. Transformationsregeln sind ein fester Bestandteil des Datenbankdesigns.

Anforderungen für den Übergang vom Alt- zum Neusystem, z. B. Datenmigration oder Schulungen; temporär und nach abgeschlossener Migration nicht mehr relevant.

Das Transmission Control Protocol (TCP) ist ein verbindungsorientiertes Protokoll der Transportschicht im Internet-Protokollstack. Es stellt eine zuverlässige, geordnete und fehlergesicherte Übertragung von Datenströmen zwischen zwei Endpunkten sicher. TCP verwendet einen Drei-Wege-Handshake zum Verbindungsaufbau (SYN, SYN-ACK, ACK) und Mechanismen wie Sequenznummern, Bestätigungen (ACKs) und Retransmission für die Zuverlässigkeit. Typische Anwendungsprotokolle über TCP sind HTTP, HTTPS, FTP und SMTP.

Scrum-Prinzip: alle wesentlichen Prozessaspekte (Backlog, Definition of Done, Fortschritt) müssen für alle Beteiligten offen und verständlich sichtbar sein.

Datenbankobjekt, das bei bestimmten Ereignissen (INSERT, UPDATE, DELETE) automatisch eine definierte Aktion ausführt.

Folge von drei aufeinanderfolgenden Zeichen oder Wörtern; wird in der Sprachverarbeitung zur Textanalyse und Modellierung genutzt.

Symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, das den DES-Algorithmus dreifach anwendet; gilt als veraltet, wurde durch AES abgelöst.

Ein Trojaner (Trojanisches Pferd) ist eine Schadsoftware, die sich als nützliches Programm tarnt, im Hintergrund aber schädliche Aktionen ausführt. Im Gegensatz zu Viren verbreiten sich Trojaner nicht selbstständig, werden aber von Nutzern unwissentlich installiert. Typische Schadfunktionen sind das Öffnen von Backdoors, das Ausspionieren von Passwörtern (Spyware) oder das Verschlüsseln von Daten (Ransomware). Schutzmaßnahmen umfassen aktuelle Antivirensoftware, das Meiden unbekannter Quellen und regelmäßige System-Updates.

True Color bezeichnet eine Farbtiefe von 24 Bit pro Pixel, die 16.777.216 (2²⁴) verschiedene Farben darstellen kann. Je 8 Bit werden für die Farbkanäle Rot, Grün und Blau verwendet, was eine naturgetreue Darstellung von Fotografien und Gradienten ermöglicht. Bei 32-Bit-Farbtiefe (auch als „True Color mit Alphakanal" bezeichnet) kommen 8 zusätzliche Bit für Transparenz (Alpha) hinzu. True Color ist heute der Standard für Bildschirme, digitale Kameras und Bildbearbeitung.

Ein Trunk-Port (auch Tagged Port) ist eine Switch-Verbindung, die Datenrahmen mehrerer VLANs gleichzeitig übertragen kann, indem sie mit VLAN-Tags nach IEEE 802.1Q versehen werden. Trunk-Links verbinden typischerweise zwei Switches oder einen Switch mit einem Router miteinander. Im Gegensatz dazu überträgt ein Access-Port (Untagged Port) nur den Datenverkehr eines einzigen VLANs. Trunking ermöglicht die effiziente Verteilung von VLAN-Datenverkehr über das gesamte Netzwerk ohne physisch getrennte Leitungen.

Das Schlüsselwort `try` leitet in vielen Programmiersprachen (Java, Python, PHP, C# etc.) einen try-catch-Block ein, der zur strukturierten Ausnahmebehandlung (Exception Handling) dient. Der Code im `try`-Block wird ausgeführt; tritt dabei eine Ausnahme (Exception) auf, wird die Ausführung unterbrochen und der zugehörige `catch`-Block aufgerufen. Optional folgt ein `finally`-Block, der unabhängig vom Auftreten einer Ausnahme immer ausgeführt wird. Try-catch ermöglicht robuste Programme, die Fehler kontrolliert abfangen statt abzustürzen.

Abkürzung für Text-to-Speech: Technologie zur automatischen Umwandlung von geschriebenem Text in synthetisch erzeugte Sprache.

Abkürzung für Text User Interface: textbasierte Benutzerschnittstelle, die Informationen und Steuerung rein über Zeichen darstellt.

Ein Tupel ist eine geordnete, unveränderliche Folge von Werten in der Programmierung und Datenbanklehre. In relationalen Datenbanken entspricht ein Tupel einer einzelnen Zeile (einem Datensatz) in einer Tabelle. Im Gegensatz zu einer Liste kann ein Tupel nach seiner Erstellung nicht mehr verändert werden, was ihn für konstante Datensätze geeignet macht.

Turbo Boost ist eine Intel-Technologie, die es dem Prozessor erlaubt, seine Taktfrequenz automatisch über den Basistakt hinaus zu erhöhen, wenn thermische und leistungsbezogene Reserven vorhanden sind. Dadurch wird die Rechenleistung bei anspruchsvollen Aufgaben temporär gesteigert, ohne den Stromverbrauch dauerhaft zu erhöhen. Ähnliche Technologien gibt es bei AMD unter der Bezeichnung Precision Boost.