Glossar — F
Function as a Service (FaaS) ist ein Cloud-Computing-Modell, bei dem einzelne Funktionen oder Code-Fragmente ohne eigene Serverinfrastruktur ausgeführt werden. Der Cloud-Anbieter übernimmt die gesamte Verwaltung der Infrastruktur; abgerechnet wird nur die tatsächliche Ausführungszeit. FaaS ist Bestandteil der Serverless-Architektur und bietet hohe Skalierbarkeit bei geringem Verwaltungsaufwand.
Eine Fallunterscheidung ist eine Kontrollstruktur in der Programmierung, die abhängig vom Wert einer Variablen oder eines Ausdrucks verschiedene Programmzweige ausführt. In den meisten Programmiersprachen wird dies durch `switch`/`case`-Konstrukte oder durch if-elif-else-Ketten realisiert. Im Vergleich zu verschachtelten if-Anweisungen ist eine Fallunterscheidung oft übersichtlicher, wenn viele verschiedene Fälle zu behandeln sind. In modernen Sprachen wie Python 3.10+ gibt es dafür das `match`-Statement.
Ein Farbmodell ist ein mathematisches System zur Beschreibung und Darstellung von Farben durch Zahlenwerte. Gebräuchliche Farbmodelle in der IT sind RGB (Rot-Grün-Blau, additiv, für Bildschirme), CMYK (Cyan-Magenta-Gelb-Schwarz, subtraktiv, für Druck) und HSL/HSV (Farbton-Sättigung-Helligkeit). Die Wahl des Farbmodells hängt vom Ausgabegerät ab: Monitore nutzen RGB, Drucker CMYK. Das Verständnis von Farbmodellen ist wichtig für Grafikbearbeitung, Webdesign und digitale Bildverarbeitung.
Die Farbtiefe (auch Bittiefe) gibt an, wie viele Bits zur Kodierung der Farbe eines einzelnen Pixels verwendet werden. Je höher die Farbtiefe, desto mehr verschiedene Farben können dargestellt werden: Bei 8 Bit sind es 256 Farben, bei 24 Bit (True Color) rund 16,7 Millionen Farben. Moderne Displays und Grafikkarten unterstützen bis zu 32 Bit (inkl. Alpha-Kanal für Transparenz). Die Farbtiefe beeinflusst direkt die Dateigröße von Bildern und die Qualität der Farbdarstellung.
Ein Fast-Forward-Switch (auch Cut-Through-Switch) ist ein Netzwerk-Switch, der eingehende Datenpakete bereits weiterleitet, sobald die Ziel-MAC-Adresse gelesen wurde, ohne das gesamte Paket zu empfangen. Im Gegensatz zum Store-and-Forward-Verfahren werden Pakete nicht vollständig gepuffert und auf Fehler geprüft, bevor sie weitergeleitet werden. Dies reduziert die Latenz deutlich, kann aber fehlerhafte Pakete im Netzwerk verteilen. Fast-Forward-Switches eignen sich besonders für latenzempfindliche Anwendungen.
Ein Fat Client (auch Thick Client oder Rich Client) ist ein Endgerät, das Anwendungen lokal verarbeitet und über ausreichend Rechenleistung, Speicher und Software verfügt, um weitgehend unabhängig von einem Server zu arbeiten. Im Gegensatz zu Thin Clients werden Daten und Programmlogik größtenteils auf dem Client gespeichert und ausgeführt. Desktop-PCs und Laptops mit lokal installierten Anwendungen sind klassische Fat Clients. Fat Clients bieten höhere Performance und Offline-Fähigkeit, sind jedoch wartungsintensiver.
Edgar F. Codd (1923–2003) war ein britischer Informatiker und IBM-Forscher, der als Begründer des relationalen Datenbankmodells gilt. Im Jahr 1970 veröffentlichte er seinen wegweisenden Aufsatz „A Relational Model of Data for Large Shared Data Banks", in dem er die theoretischen Grundlagen relationaler Datenbanken beschrieb. Er entwickelte außerdem die 12 Codd'schen Regeln, die definieren, was ein echtes relationales Datenbanksystem ausmacht. Sein Werk bildet bis heute die Grundlage für alle relationalen Datenbanksysteme wie MySQL, PostgreSQL oder Oracle.
Quadrierter Abstand zwischen vorhergesagtem und tatsächlichem Wert; Grundlage des mittleren quadratischen Fehlers (MSE) als Verlustfunktion.
Fähigkeit eines Systems, bei Teilausfällen den Betrieb fortzusetzen, z. B. durch Redundanz, Replikation oder Failover-Mechanismen.
Ein Feld (auch Spalte oder Attribut) ist in einer relationalen Datenbank die kleinste Einheit, die einen bestimmten Datentyp enthält, z. B. Text, Zahl oder Datum. Jedes Feld gehört zu einer Tabelle und beschreibt eine Eigenschaft der gespeicherten Datensätze. Die korrekte Wahl des Datentyps für ein Feld ist entscheidend für Datenkonsistenz und Datenbankleistung.
Ein Fernabsatzvertrag ist ein Vertrag, der ausschließlich über Fernkommunikationsmittel (Internet, Telefon, E-Mail) zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher geschlossen wird. Typisches Beispiel ist der Online-Kauf in einem Webshop. Fernabsatzverträge unterliegen besonderen gesetzlichen Regelungen (§§ 312c ff. BGB), insbesondere dem Widerrufsrecht: Verbraucher dürfen den Vertrag in der Regel innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Bei IT-Produkten und Software gelten besondere Regelungen zum Erlöschen des Widerrufsrechts.
Eine Festplatte (HDD, Hard Disk Drive) ist ein magnetisches Massenspeichergerät, das Daten dauerhaft auf rotierenden Magnetscheiben (Plattern) speichert. Ein Schreib-/Lesekopf bewegt sich über die Platten und liest oder schreibt die Daten. Festplatten bieten große Kapazitäten zu günstigen Preisen, sind aber langsamer und empfindlicher gegenüber Erschütterungen als SSDs. In modernen IT-Systemen werden HDDs häufig für kostengünstige Massenspeicherung (z. B. Backups, NAS) eingesetzt, während SSDs für das Betriebssystem bevorzugt werden.
First In, First Out: Das zuerst eingefügte Element wird zuerst entnommen; typische Arbeitsweise einer Warteschlange (Queue).
Eine File-Share-Datenbank (auch Desktop-Datenbank) ist ein einfaches Datenbanksystem, bei dem die Datenbankdatei über ein Netzlaufwerk für mehrere Benutzer freigegeben wird und die Datenbanklogik auf dem Client-Rechner läuft. Bekannte Beispiele sind Microsoft Access oder frühere dBASE-Systeme. Da kein dedizierter Datenbankserver vorhanden ist, entstehen bei gleichzeitigem Zugriff mehrerer Benutzer schnell Konflikte und Performanceprobleme. File-Share-Datenbanken eignen sich nur für kleine Benutzergruppen und unkritische Anwendungen.
File-Storage (Dateispeicher) ist ein Speicherkonzept, bei dem Daten in einer hierarchischen Ordner- und Dateistruktur abgelegt werden – ähnlich wie auf einem lokalen PC. In Cloud-Umgebungen und Netzwerkspeichern (NAS) wird File-Storage über Protokolle wie SMB/CIFS oder NFS bereitgestellt. Im Vergleich zu Block-Storage und Object-Storage ist File-Storage einfach zu bedienen und gut für Benutzerdaten geeignet, skaliert aber bei sehr großen Datenmengen weniger gut. Typische Anwendungsfälle sind gemeinsam genutzte Netzwerklaufwerke im Unternehmen.
`finally` ist ein Schlüsselwort im Exception Handling, das einen Codeblock definiert, der immer ausgeführt wird – unabhängig davon, ob im try-Block eine Ausnahme aufgetreten ist oder nicht. Der finally-Block eignet sich besonders für Aufräumarbeiten wie das Schließen von Datenbankverbindungen oder das Freigeben von Ressourcen. In einer try-catch-finally-Struktur wird finally nach dem try- und einem eventuellen catch-Block ausgeführt. Es ist in Sprachen wie Java, C#, Python und PHP verfügbar.
Die Finanzbuchhaltung (FiBu) ist der Teil des betrieblichen Rechnungswesens, der alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens systematisch erfasst, ordnet und auswertet. Grundlegende Instrumente sind das Hauptbuch, der Kontenrahmen (z. B. SKR03, SKR04) sowie der Jahresabschluss (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung). In modernen Unternehmen ist die Finanzbuchhaltung meist im ERP-System integriert. Die Finanzbuchhaltung dient auch als Grundlage für die Steuererklärung und die Offenlegungspflichten nach HGB.
Gefahr, dass ein IT-Projekt die geplanten Kosten überschreitet oder erwartete Erträge ausbleiben; wird in der Risikoanalyse bewertet.
Zur Verfügung stehendes Budget oder Kapital für Planung, Entwicklung und Betrieb eines IT-Projekts; Teil des Projektcontrollings.
Ein FIN-Fehler tritt in der Datenbankprogrammierung auf, wenn eine Transaktion nicht korrekt abgeschlossen (finalisiert) werden kann, z. B. durch einen Abbruch oder Verbindungsfehler. In der Netzwerkkommunikation bezeichnet FIN das TCP-Flag zum geordneten Verbindungsabbau; ein FIN-Fehler entsteht, wenn dieser Prozess fehlschlägt. Solche Fehler werden im Fehlerprotokoll (Log) erfasst und müssen systematisch analysiert werden.
Eine Firewall ist ein Sicherheitssystem, das den Netzwerkverkehr anhand definierter Regeln kontrolliert und unerwünschte Verbindungen blockiert. Sie schützt Netzwerke oder einzelne Systeme vor unbefugtem Zugriff, Angriffen aus dem Internet und der Verbreitung von Schadsoftware. Man unterscheidet zwischen Paketfilter-Firewalls (prüfen Quell-/Zieladresse und Port), Stateful Firewalls (berücksichtigen Verbindungszustände) und Application-Layer-Firewalls (analysieren Inhalte auf Anwendungsebene). Eine Firewall ist ein grundlegendes Element der IT-Sicherheitsarchitektur.
FireWire (auch IEEE 1394) ist ein serieller Bus-Standard für die schnelle Datenübertragung zwischen Computern und externen Geräten. Er wurde ursprünglich von Apple entwickelt und ermöglichte Übertragungsraten von bis zu 800 Mbit/s (FireWire 800). FireWire wurde vor allem für die Übertragung von Audio- und Videodaten sowie für externe Festplatten eingesetzt. Heute ist FireWire weitgehend durch schnellere Schnittstellen wie USB 3.x und Thunderbolt abgelöst worden.
Der Begriff „Firma" bezeichnet im rechtlichen Sinn den Namen, unter dem ein Kaufmann oder ein Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist und seine Geschäfte betreibt (§ 17 HGB). Die Firma ist damit nicht mit dem Unternehmen selbst identisch, sondern ist dessen offizieller Name. Sie muss eindeutig, unterscheidungskräftig und nicht irreführend sein. Bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) enthält die Firma zwingend den Rechtsformzusatz (z. B. „Muster GmbH").
Leitlinien für gute Unit-Tests: Fast, Isolated, Repeatable, Self-validating, Timely – Tests sollen schnell, unabhängig und automatisiert sein.
FitSM ist ein schlankes und frei verfügbares Framework für IT-Service-Management, das sich besonders für kleinere Organisationen und föderierte IT-Verbünde eignet. Es definiert grundlegende Anforderungen für IT-Serviceprozesse und ist mit ITIL und ISO/IEC 20000 kompatibel. FitSM hilft Unternehmen, strukturierte IT-Services einzuführen, ohne den Aufwand komplexerer Frameworks.
Diagrammtyp, bei dem die Fläche unter einer Linie gefüllt ist; eignet sich zur Darstellung kumulativer Verläufe über die Zeit.
Gleitkommazahlen (engl. floating point numbers) sind eine Darstellungsform für reelle Zahlen im Computer, bei der die Position des Dezimalpunkts variabel (gleitend) ist. Sie bestehen aus Vorzeichen, Mantisse und Exponent und ermöglichen die Darstellung sehr großer und sehr kleiner Zahlen. Der gebräuchlichste Standard ist IEEE 754, der die Formate float (32 Bit) und double (64 Bit) definiert. Bei Berechnungen mit Gleitkommazahlen können Rundungsfehler auftreten, die bei sicherheitskritischen Anwendungen zu beachten sind.
Floor Division (ganzzahlige Division) ist eine Divisionsoperation, bei der das Ergebnis immer auf die nächste ganze Zahl abgerundet wird (in Richtung Minus-Unendlich). In Python wird sie mit dem Operator `//` durchgeführt, z. B. ergibt `7 // 2` den Wert `3`. Im Gegensatz zur normalen Division wird kein Nachkommaanteil zurückgegeben. Floor Division ist nützlich, wenn man sicherstellen möchte, dass das Ergebnis einer Division immer eine ganze Zahl ist, z. B. bei der Indexberechnung.
Die Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) ist eine systematische Methode zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung potenzieller Fehler und ihrer Auswirkungen. Für jeden möglichen Fehler werden Auftretenswahrscheinlichkeit, Bedeutung und Entdeckungswahrscheinlichkeit bewertet, um eine Risikoprioritätszahl (RPZ) zu berechnen. Sie wird im IT-Qualitätsmanagement eingesetzt, um Risiken in Projekten und Systemen zu minimieren.
Föderation in der IT bezeichnet den Zusammenschluss mehrerer unabhängiger IT-Systeme oder Organisationen, die gemeinsam Ressourcen, Identitäten oder Dienste bereitstellen und nutzen, ohne ihre Autonomie aufzugeben. Ein typisches Beispiel ist die föderierte Identitätsverwaltung (Federated Identity), bei der Benutzer sich mit einem einzigen Konto bei verschiedenen Systemen anmelden können (Single Sign-On). Föderationskonzepte spielen auch in Cloud-Umgebungen und europäischen Dateninitiativen wie GAIA-X eine Rolle.
SQL-Integritätsbedingung, die eine Tabellenspalte auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle verweist und referenzielle Integrität sicherstellt.
Der Formfaktor beschreibt die physischen Abmessungen, das Gehäuseformat und die Anordnung der Komponenten bei Computerhardware wie Mainboards, Gehäusen oder Netzteilen. Bekannte Formfaktoren für Mainboards sind ATX, Micro-ATX und Mini-ITX – sie legen u. a. Maße, Schraubpositionen und Anschlüsse fest. Beim Einbau von Hardware muss der Formfaktor von Mainboard und Gehäuse kompatibel sein. Auch bei Festplatten und SSDs gibt es Formfaktoren (z. B. 3,5 Zoll, 2,5 Zoll, M.2).
Fortran (Formula Translation) ist eine der ältesten noch genutzten Programmiersprachen und wurde 1957 von IBM entwickelt. Sie war ursprünglich für wissenschaftliche und technische Berechnungen konzipiert und zeichnet sich durch hohe Rechenleistung bei numerischen Operationen aus. Fortran wird bis heute in der Wissenschaft, Wettervorhersage, Physik-Simulationen und im Hochleistungsrechnen (HPC) eingesetzt. Moderne Versionen (Fortran 90, 95, 2003, 2008) unterstützen objektorientierte Programmierkonzepte.
Strukturiertes Erhebungsinstrument der Nutzungsforschung, mit dem subjektive Nutzererfahrungen zu einem System systematisch erfasst werden.
Ein Fragment-free-Switch (auch „runt-free switching" genannt) ist ein Netzwerk-Switch, der die ersten 64 Bytes eines Ethernet-Frames prüft, bevor er ihn weiterleitet. Da die meisten Kollisionsfehler innerhalb der ersten 64 Bytes erkennbar sind, filtert er fehlerhafte sogenannte Runts heraus. Dieses Verfahren stellt einen Kompromiss zwischen dem schnellen Cut-Through-Modus und dem fehlertoleranten Store-and-Forward-Modus dar.
Ein Frame (Datenrahmen) ist die Protokolleinheit auf der Sicherungsschicht (Layer 2) des OSI-Modells. Der Aufbau eines Ethernet-Frames umfasst typischerweise Präambel, Ziel-MAC-Adresse, Quell-MAC-Adresse, EtherType/Längenfeld, Nutzdaten (Payload) und eine Prüfsumme (FCS). Der korrekte Frame-Aufbau ist entscheidend für die fehlerfreie Kommunikation in lokalen Netzwerken.
Ein Framework ist ein wiederverwendbares Grundgerüst für die Softwareentwicklung, das vorgefertigte Klassen, Bibliotheken und Strukturen bereitstellt. Entwickler bauen ihre Anwendung innerhalb des Frameworks, das den grundlegenden Ablauf (Kontrolle) vorgibt — im Unterschied zu einer Bibliothek, die nur aufgerufen wird. Bekannte Beispiele sind Laravel (PHP), Spring (Java) oder React (JavaScript). Frameworks erhöhen die Produktivität und fördern einheitliche Code-Struktur.
Franchise ist ein Vertriebssystem, bei dem ein Franchisegeber (z. B. McDonald's) einem Franchisenehmer das Recht erteilt, unter seinem Markennamen und nach seinem Konzept ein Unternehmen zu betreiben. Der Franchisenehmer zahlt dafür eine Lizenzgebühr und profitiert von einer etablierten Marke sowie bewährten Geschäftsprozessen. Dieses Modell reduziert das Risiko für den Gründer, schränkt aber die unternehmerische Freiheit ein.
Freeware bezeichnet Software, die kostenlos genutzt werden darf, bei der das Urheberrecht jedoch beim Entwickler verbleibt. Im Gegensatz zu Open-Source-Software wird der Quellcode bei Freeware in der Regel nicht veröffentlicht. Bekannte Beispiele sind Adobe Acrobat Reader oder VLC Media Player. Freeware darf meist nicht verändert oder weiterverkauft werden.
Ein Fremdschlüssel (Foreign Key) ist ein Attribut in einer relationalen Datenbanktabelle, das auf den Primärschlüssel einer anderen (oder derselben) Tabelle verweist. Er stellt referentielle Integrität sicher, d. h., es können nur Werte eingetragen werden, die in der referenzierten Tabelle tatsächlich existieren. Fremdschlüssel sind das zentrale Mittel zur Verknüpfung von Tabellen in einem relationalen Datenbankmodell.
FROM ist eine SQL-Klausel, die angibt, aus welcher Tabelle (oder welchen Tabellen) Daten abgerufen werden sollen. Sie ist Bestandteil jeder SELECT-Abfrage und wird direkt nach der Spaltenliste angegeben: `SELECT spalte FROM tabelle`. Mit FROM können auch mehrere Tabellen über JOIN-Operationen verknüpft werden.
Der Front Side Bus (FSB) ist ein Datenbus, der in älteren PC-Architekturen den Prozessor mit dem Northbridge-Chipsatz verbindet und damit den Datenaustausch mit RAM und anderen Komponenten ermöglicht. Die FSB-Taktrate bestimmt maßgeblich die Gesamtperformance des Systems. In modernen Prozessoren wurde der FSB durch direktere Verbindungen wie HyperTransport (AMD) oder QPI/DMI (Intel) ersetzt.
Der Führungsstil beschreibt die Art und Weise, wie eine Führungskraft Mitarbeiter anleitet, motiviert und Entscheidungen trifft. Klassische Modelle unterscheiden autoritäre (Entscheidung durch Vorgesetzten), kooperative (Einbeziehung der Mitarbeiter) und Laissez-faire-Führung (hohe Selbstständigkeit der Mitarbeiter). Der situative Führungsstil passt den Ansatz an Reifegrad und Situation des Mitarbeiters an. Der gewählte Führungsstil beeinflusst Motivation, Produktivität und Betriebsklima erheblich.
Eine Funktion ist ein benannter, wiederverwendbarer Codeblock, der eine bestimmte Aufgabe ausführt und optional einen Rückgabewert liefert. Funktionen werden mit einem Namen, einer Parameterliste (Signatur) und einem Funktionsrumpf definiert. Sie fördern die Modularität, Lesbarkeit und Wartbarkeit von Code, da wiederkehrende Logik nicht dupliziert werden muss.
Funktionale Anforderungen beschreiben, WAS ein System leisten soll — also konkrete Funktionen, Verhaltensweisen und Leistungsmerkmale aus Nutzersicht. Beispiele sind „Das System soll Benutzer per E-Mail-Passwort anmelden" oder „Der Export als PDF muss möglich sein". Sie werden von nicht-funktionalen Anforderungen (z. B. Performance, Sicherheit) abgegrenzt. Die vollständige Erhebung funktionaler Anforderungen ist Grundlage jedes Softwareprojekts.
Funktionalität bezeichnet im Kontext von Software die Gesamtheit der Fähigkeiten und Merkmale, die ein System oder eine Komponente bereitstellt. Sie ist ein zentrales Qualitätsmerkmal nach ISO/IEC 25010 und umfasst Vollständigkeit, Korrektheit und Angemessenheit der Funktionen. Gute Funktionalität bedeutet, dass das System alle spezifizierten Anforderungen zuverlässig erfüllt.
Der Funktionsrumpf (auch „Funktionskörper") ist der Teil einer Funktionsdefinition, der den ausführbaren Code enthält — also die Anweisungen, die bei jedem Aufruf der Funktion ausgeführt werden. Er steht in der Regel zwischen geschweiften Klammern `{ }` und kann lokale Variablen, Berechnungen, Bedingungen und eine return-Anweisung enthalten.
Die Funktionssignatur (auch Funktionskopf) definiert die Schnittstelle einer Funktion und besteht aus Name, Parameterliste (mit Datentypen) und dem Rückgabetyp. Sie legt fest, wie eine Funktion aufgerufen wird und welche Typen übergeben und zurückgegeben werden. In statisch typisierten Sprachen wie Java oder C# ist die Signatur entscheidend für das Method-Overloading.
WLAN (Wireless Local Area Network) bzw. Wi-Fi bezeichnet drahtlose Netzwerktechnologien auf Basis des IEEE-802.11-Standards. Daten werden dabei über Funkwellen übertragen, typischerweise im 2,4-GHz- oder 5-GHz-Frequenzband. Moderne Standards wie Wi-Fi 6 (802.11ax) erreichen theoretische Übertragungsraten von mehreren Gigabit pro Sekunde. WLAN ermöglicht flexible, kabellose Netzwerkanbindung in Büros, Haushalten und öffentlichen Bereichen.
Eine Fusion (Unternehmenszusammenschluss) bezeichnet die Vereinigung von zwei oder mehr rechtlich selbstständigen Unternehmen zu einem neuen Unternehmen. Man unterscheidet die Verschmelzung (beide Unternehmen gehen in einem neuen auf) von der Aufnahme (ein Unternehmen wird in ein bestehendes integriert). Fusionen dienen häufig der Stärkung der Marktposition, Kostenreduktion oder Erschließung neuer Märkte und unterliegen dem Kartellrecht.
Eine fußgesteuerte Schleife prüft die Abbruchbedingung am Ende des Schleifenkörpers, sodass der Schleifenkörper mindestens einmal ausgeführt wird. In den meisten Programmiersprachen wird sie als `do-while`-Schleife implementiert. Dies ist der wichtigste Unterschied zur kopfgesteuerten Schleife (`while`/`for`), bei der die Bedingung vor dem ersten Durchlauf geprüft wird.